16.05.2008 Mit Caro in San Francisco, California
Ein hin und her war das! Aus einer kleinen Idee von Caro wurden ploetzlich grosse Traeume fuer uns beide: Kalifornien, San Francisco... Aber haben wir genuegend Geld dafuer und werden unsere Gasteltern uns freigeben? Ca. einen Monat wurde diskutiert, recherchiert, geplant, verworfen, gebangt, gebetet und gesparrt... bis Caro und ich eines abends zusammen mit dem Telefon am Computer sassen und hunderte Meilen voneinander entfernt, den gleichen Button gedrueckt haben: Buchen! Ich: Juhu, wir fliegen nach California!!!! Caro: Sh*t, ist nicht durchgegangen! 
Aber am naechsten Morgen war dann auch ihr Flug gebucht!
Am Tag der Abreise war ich soooo nervoes. Freitagnachmittag ging mein Flug. Christina brachte mich zum Flughafen, wir hatten nur 2 Stunden Zeit. Durch Regen hatten wir Stau auf dem Highway (diese Amerikaner, kennen kein Wetter, nur Sonnenschein!) und mein Koerper hat sich nur noch zusammengekrampft: "Ich verpass mein Flug, das weiss ich jetzt schon, ich kann mir sowieso nicht vorstellen morgen in San Francisco zusein, das geht alles schief..." Ach herje. Doch alles ging gut. Mein Flug ging von Hartford nach Washington, wo ich Caro treffen wuerde, die aus Burlington geflogen kam. Ihr Flug hatte aber Verspaetung, so dass wir schon dachten, sie wuerde ihn verpassen. In der letzten Minute kam sie dann um die Ecke gerannt, grosse Umarmung: Freudentraenchen zurueckhalten! Nur noch 6 Stunden Flug ueberstehen, quer ueber Nordamerika, von der Ost- zur Westkueste.
ERSTER TAG

Erholt, nach 6 Stunden Schlaf, ging es daran San Francisco (SF) zuerobern. Durch meine vorausschauende Planung
hatte ich bereits Busroutenplaene ausgedruckt gehabt und alle Sehenswuerdigkeiten ausfindig gemacht. Nach einem leckeren Fruehstueck fuehrte unser erster Weg nach Chinatown bis zum Financial District. Hier vor dem chinesischen Eingangstor.

Sprechen, riechen, sehen, hoeren
Richtig?

Buntes Chinatown


Ein bisschen Spass muss sein...

...und einkaufen auch! Ein paar kleine Souvenirs.

Immernoch in Chinatown, wo uebrigens Jahrhunderte zuvor die erste Behausung SF's gebaut wurde.

Viel schoener als das Chinatown in New York.
Wir verlassen Chinatown und kaufen uns super leckere Kirschen beim Strassenhaendler.

Die haben wir beim Schlendern durch SF genossen.

Wobei wir schon feststellen durften, wie schoen diese Stadt ist, die auf hueglichem Gelaende erbaut wurde. Links im Bild was jeder kennt (denk ich zumindest): ein Cablecar. Welche benoetigt wuerden, um die steilen Steigungen der Stadt zumeistern.

Transamerika Pyramide im Financial District.

Auf dem Telegraph Hill: Der Coit Tower, den wir zu spaeterer Zeit besucht haben.

Nach kurzer Zeit im Financial District, wo eine Gruppe maskierter Leute gegen Scientology demonstrieten, entdeckten wir diesen wundervollen Platz: Das Ferrie Building und die Bay Bridge im Hintergrund. All das (das Ferrie Building, der Coit Tower und die Pyramide) sind sehr beruehmte Landmarks/Sehenswuerdigkeiten SF's und zeichnen desen Skyline.

Eine interessante Skulptur auf diesem Platz, inspirierte uns noch weiter Fotos zuknipsen:



Wir vernaschen den Rest unserer Kirschen und wollen uns mal das Ferrie Building naeher anschauen.

Blick auf die Bay Bridge.

Sonne und Palmen, wir sind in Kalifornien!

Das Ferrie Building liegt am Wasser und ist gekennzeichnet durch einen grossen Glockenturm. Aufgebaut wie ein Rechteck, befinden sich kleine Geschaefte an jeder Seite, die qualitativ hochwertige Waren verkaufen: Fisch, Kaese, Wein, Eis. Es wimmelt von Menschen, es ist wie ein kleiner Markt, wirklich sehr schoen und sehenswert. Betritt man danach das Deck, hat man eine wundervolle Sicht auf die Bay Bridge. Caro hat sich das teure Eis gegoennt und die dazugehoerigen Kalorien
.

Mit der historischen Strassenbahn F-Linie ging es zum 2. groessten Anlaufpunkt fuer Touristen: Dem Pier 39 an der Fisherman's Wharf.
Darf ich schnell eine Geschichte erzaehlen? Marias Mutter war selbst Au Pair und kam als junges Maedchen von Oesterreich in die USA. Sie hatte Aufenthalt in SF und schaute sich auf einem der vielen Piers, alte historische Schiffe an. Sie war allein am Pier, da wurde sie von einem jungen Mann angesprochen und beide kamen ins Gespraech. Dieser junge Herr ist nun Marias Vater. Die beiden haben sich verliebt und Marias Mutter hat Oesterreich verlassen um hier zuleben. Heute stehen ihre Baenke auf dem Pier, wo sie sich kennengelernt haben. Ist das nicht total romantisch???

Hunry for seafood!

Pier 39 mit vielen kleinen Maerkten, Restaurants, Shops etc.

Die Promenade mit den vielen Piers wird im Gesamten Fisherman's Wharf genannt. Das ist im Allgemeinen ein Teil der Nord-und Ostkueste.

Die Sonne steht tief, es wird Zeit ins Hostel zurueckzufahren, denn wir wollen noch ein bisschen unsere Ankunft feiern.

Zwei Blondchen von der Ostkueste im Club Bruno's. Ja bei uns im Osten feiert man schon bisschen anders. Wir waren ein bisschen overdressed, was zwar niemanden gestoert hat, aber wir sind halt aufgefallen. Wir haben uns nett mit ein paar Leuten unterhalten, aber dabei nicht die Zeit vergessen, denn morgens sollte es wieder frueh rausgehen.
Ich muss ins Bett! Morgen gehts weiter!
ZWEITER TAG
Doch ein bisschen spaeter aufgestanden wie geplant, ging es am naechsten Morgen wieder zum Pier 39, wo unsere Baytour starten sollte. Ein Muss fuer Besucher dieser Stadt!


Dieser Tag sollte der Kaelteste unseres Urlaubs werden und dann wollten wir auch noch auf einem Schiff Richtung Ozean segeln?! Dementsprechend warm wurde sich auch angezogen.

Das Pier 39 ist besonders bekannt durch seine Seeloewen, die zu bestimmten Zeiten des Jahres, im kleinen Hafen relaxen. Im Hintergrund sieht man wieder den Coit Tower und die Pyramide.

Die ersten Blicke auf die Golden Gate Bridge. Ich muss sagen, dass diese Bruecke immer irgendwie mein Traum nach Amerika zugehen symbolisiert hat, neben der Freiheitsstatue natuerlich, von der ich aber eher enttaeuscht war. Ich war sooo excited, konnte nicht aufhoeren zustarren, ein ganz ganz toller Moment fuer mich. 

MEINE Golden Gate Bridge.
Weiter Bilder:




Skyline


Alcatraz: 14 Fluchtversuche wurden gezaehlt, doch angeblich ist es nie gelungen, aus dem Gefaengnis auszubrechen.

Skyline

Alcatraz mit der Golden Gate Bridge


Schon war die halbe Stunde vorbei, es ging zurueck aufs Festland.

Wo wir uns eine Staerkung goennten. Erdbeere covered in Chocolate. Ein bisschen geshoppt, in den kleinen Geschaeften an den Piers, wurde auch noch.

Zurueck in der Innenstadt zum Union Square. Soooooo sehr hab ich mich verliebt in diese wunderschoene Stadt.
DRITTER TAG
Sooooo viel hatten wir vor:

San Francisco ist sehr huegelig!

Auf unserem Weg zur Lombart Street.

There we are! Lombart Street, kurvigste Strasse Amerikas. Wegen dem starken Gefaelle an dieser Stelle, dachte man sich, es waere zu gefaehrlich eine gerade Strasse zubauen. Stattdessen wurde ein einspuriger Serpentienenparkour errichtet. Wundervoller Blick auf die City.



Am Fusse! Schoen warm war es
.

Versteckter Garten

Immer der Nase entlang, diesmal zum Coit Tower.

Ladylike haben wir den Bus genommen. Es ist ein ganz schoener Marsch auf den Telegraph Hill!


Im Tower.

Schoen oder?

Auf zur naechsten Attraktion:

Zu DER Attraktion.


Golden Gate

Ich konnte mein Glueck nicht in Worte fassen.


Es war so unglaublich.

Fuer mich war es ein ganz unbeschreibliches Gefuehl, endlich an dem Platz zu sein, wo ich schon immer hin wollte. Ein paar Wochen vorher hiess es noch, ich spare das Geld und bring was mit nach Hause, fuer mein Studium etc. Ich hatte bereits mit meinem Traum abgeschlossen gehabt. Und da steh ich nun, auf der Golden Gate Bridge und kann es kaum fassen. Vielleicht kann man mich ein bisschen verstehen. Es hat mir halt sehr viel bedeutet. Ich muss Caro so sehr dafuer danken, alles ihre Idee
.
Auch einer meiner Favorites: Der Ocean Beach

Der Sand war so schoen warm und die Aussicht unglaublich. Links die Kliffs mit Haeusern, rechts die Bruecke. Spaetestens hier wusste ich, das ist wirklich die schoenste Stadt Amerikas und ich bin einfach nur hin und weg!

Schaut euch das an! In echt ist es natuerlich noch 3mal schoener (wenn das geht).

Juhu, yippie....

Ich war nur noch gluecklich und total high von den Eindruecken und dieser Aussicht. 

Ich komm zurueck, definitiv. Das muss ich nochmal erleben, das steht fest.

Nach diesen ereignisreichen Erlebnissen, suchten wir etwas Ruhe im Golden Gate Park.

Japenese Teagarden.


Letzter Stop: Alamo Square mit den Painted Ladies (Haeuser im Hintergrund) und einer schoenen Skyline.
Und so ging auch dieser Tag vorbei, unser letzter voller Tag. Traurig waren wir beide, aber auch sehr geschafft.
Am naechsten Morgen hab ich Tollpatsch meine Kamera vergessen und Caros Akku war tot. Gott sei Dank hatten wir sowieso nur noch Zeit fuer ein was Kleines: Eine Fahrt in einem original SF Cablecar. 5 Dollar hat das Ticket gekostet!

Cablecar auf seiner steilen Route. Im Hintergrund Alcatraz.

Um 12 Uhr gingen unsere Fluege, leider mussten wir uns in SF schon trennen und nicht erst in Washington.
Mal wieder Traenchen zurueckhalten! Aber ein letzter Besuch wurde bereits wieder geplant. Danach sehen wir uns in Deutschland wieder liebe Caro.
Zum Urlaub faellt mir leider nix mehr ein, ausser, dass ich immernoch Gaensehaut bei den Bildern bekomme und: Ich haette auch das Doppelte bezahlt!
Es haette zwar wehgetan, aber ich haette es gemacht, ganz ehrlich!
up again!